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Hilfszug - Weiterentwicklung ab 1980

Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Kräften


Eine erfolgreiche Einsatztätigkeit des DRK-Hilfszuges erforderte immer auch eine gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Kameraden unserer Organisation. Dabei wurden verschiedene Wege beschritten:

Zuerst ist die Zusammenarbeit mit unseren „Stammkräften“ zu nennen. Das waren unsere ehrenamtlichen Köche. Wir hatten über die Jahre eine kleine Gruppe von Kameradinnen und Kameraden in Leipzig gefunden, die sich bei den unterschiedlichsten Kücheneinsätzen bestens als Köche bewährt haben, immer ein wohlschmeckendes Essen produzierten und damit unsere Gäste, Teilnehmer von Großveranstaltungen, Übungseinsätzen, für die Arbeiterversorgung in Großbetrieben, Festen von Gartenvereinen oder auch bei längerfristigen Einsätzen gesorgt haben.

Ein besonderer Dank gilt unserer Kameradin Marianne (gelernte Köchin, Hausfrau und Mutter von drei Kindern), ihrem Ehemann Ralf (Wagenmeister bei der Deutschen Reichsbahn), Lothar (Fleischer), Rudi (Prod. Meister in der Lederindustrie), aber auch Rainer, ein angehender Fleischermeister, der bei einem Einsatz im Bezirk Dresden zu uns stieß, um als Koch zu wirken und von diesem Einsatz so begeistert war, dass er jedesmal, wenn wir in erreichbarer Nähe einen Einsatz hatten, einfach (oft ohne Aufforderung) kam, nicht lange diskutierte, sondern sich die Kochkleidung anzog und fleißig mitarbeitete.



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs


Sogar ein besonderer Hochzeitstag von Marianne und Ralf wurde bei einem Einsatz gefeiert.

Quelle: Raimund Schliebs

Unsere ehrenamtlichen Köche

Lothar, Küchentechniker "Max" (der Wolfgang heißt), Ralf und (vorne sitzend) Rudi

Quelle: Raimund Schliebs


Rainer in Aktion

Quelle: Raimund Schliebs


Eine große Gruppe von Einsatzkräften (ca.120 bis 150 Personen) waren in den Staffelbereichen Mitte (Bezirk Magdeburg) und West (Bezirk Erfurt) aktiv. Das waren meist Mitarbeiter des Krankentransportes des DRK der DDR, die sich neben ihrer schweren Arbeit als Krankentransporteure für eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Hilfszug bereit erklärt hatten und in den Staffelbereichen aktiv waren. Die Staffelbereiche waren mit Transportfahrzeugen, Technik, wie Feldküchen, Wasserwagen, Unterkunftzelten mit Ausrüstung des DRK-Hilfszuges ausgestattet, die oft auch in den Kreisorganisationen gelagert war und auch von dort für Einsätze in den Kreisen genutzt werden konnte. Bei Übungen, Wettkämpfen und Einsätzen auf Bezirksebene wurden die Staffeln alarmiert und jeweils mit eingesetzt. Zu den Einsätzen des DRK-Hilfszuges wurden dann einzelne Staffeln, oder bei Großeinsätzen alle Staffelkräfte, alarmiert. Diese Einsätze waren für die Kameraden zugleich Übungen im Umgang mit der Spezialtechnik des DRK-Hilfszuges und uns eine große Hilfe bei der Erfüllung der vom Präsidium des DRK der DDR gestellten Einsatzaufgaben. Der Aufbau von Staffeln in den Bereichen Ost (Dresden) und Nord waren in Abhängigkeit von Unterbringungsmöglichkeiten der Technik und Ausrüstung in Vorbereitung.


Aufbau eines Zeltlagers

zur Unterbringung von Mitgliedern des Jugendrotkreuzes,
die als Betreuungskräfte einer Großveranstaltung eingesetzt werden:

Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs


Die Unterkunftszelte werden mit Betten oder Campingliegen ausgestattet:

Quelle: Raimund Schliebs


Appell zur Eröffnung des Lagers:

Quelle: Raimund Schliebs


Einsatzübung mit der Staffel West (Erfurt). Neben der Technik des DRK-Hilfszuges (hier Faltcontainer MUS) wurde die Einsatzfähigkeit der dezentralisiert stationierten Krankentransportfahrzeuge Typ Robur LO überprüft.

Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs


Nach der Übung wurde gemütlich gefeiert...

Quelle: Raimund Schliebs


Eine weitere, sehr aktive Gruppe von Einsatzkräften wurde im Bereich des Jugendrotkreuzes herangebildet. So hatten wir in Leipzig eine vorbildliche Zusammenarbeit mit der Grundorganisatiion des DRK-Jugenszuges Leipzig-Süd und mit dem Jugendzug der DRK-Grundorganisation Freital (bei Dresden). Diese jungen DRK-Mitglieder waren mit voller Begeisterung bei der Ausbildung z.B. im Zeltbau, beim Lernen des Umgangs und Funktion der Technik des Hilfszuges und sie waren sehr schnell auch eine hervorragende Hilfe bei der Einsatztätigkeit des DRK-Hilfszuges. So haben wir zum Beispiel Teilaufgaben des Einsatzes der Med.Gruppe zu den X.Weltfestspielen weitgehend mit diesen Mitgliedern des Jugendrotkreuzes bewältigt (siehe Beitrag unter Kap. 3 Punkt 14). Aber auch bei allen Einsätzen im Rahmen der Großveranstaltungen der staatl. Jugendorganisation, zu Jugendfestivals, Freudschaftstreffen oder Großveranstaltungen der Pionierorganisation waren unsere jungen Kameradinnen und Kameraden voller Eifer und Einsatzfreude dabei und leisteten sehr diszipliniert einen vorbildlichen Beitrag zur Erfüllung der dem DRK-Hilfszug gestellten Aufgaben.

Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs


Der Aufbau der kompletten Station der Med.-Gruppe (10 Zelte 6 x 6m mit Übergängen von Zelt zu Zelt und zwei Abgängen vom OP-Hänger) erforderte viel Übung und Präzision.

Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs

Die Ausstattung der Zelte wurde dem jeweiligen Einsatzauftrag angepasst. Da die Zelte an jeder Seite einen Eingang hatten, konnte die Station dem jeweiligen Geländeprofil angepasst werden.

Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs


Im Sanitätsdienst wurde das Auffinden von Verletzten, die Erste Hilfe und Bergung, der Transport und die Betreuung in der Verletztensammelstelle, manchmal bis zur ersten ärztlichen Versorgung und - wenn angezeigt – die Verlegung in eine stationäre Einrichtung sehr realistisch trainiert, so dass es im Ernstfall entsprechend richtig gehandhabt wird.

Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs


Die bei solchen Übungen von den Kameradinnen und Kameraden bewiesene Einsatzbereitschaft ging schon mal bis an die Leistungsgrenze. Der Jugendzug des DRK Leipzig-Süd verfügte über eine eigene Versorgungsgruppe mit einer Feldküche, die vom Kreiskomitee überlassen wurde.

Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs



Quelle: Raimund Schliebs

Aus einem ungenutzten Ladenlokal hatten sich die Jugendlichen in Eigenleistung unter Anleitung von Kamerad Karl-Heinz Fischmann, Initiator, Gründer und Vorsitzender der Grundorganisation „DRK Jugendzug Leipzig - Süd“ (im Bild: bei der Einweihungsfeier) und aktiver Mitwirkung seiner Frau Gerda (re. im Bild) ein vorbildliches Schulungsobjekt und Jugendclub geschaffen, der allen DRK-Mitgliedern im Wohnbezirk zur Verfügung stand.


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